Minimal Invasive
Hämorrhoiden-Chirurgie

Leonid Sverdlov
Arzt für Chirurgie


Was sind Hämorrhoiden?

Viele Menschen leiden unter Hämorrhoiden, doch niemand spricht gern darüber – für Betroffene ist das oft ein peinliches Thema. Hämorrhoiden werden mittlerweile bereits als Volkskrankheit bezeichnet. Vor allem die über 50-jährigen sind davon betroffen, Männer häufiger als Frauen – doch nicht alle gehen bei Hämorrhoiden zum Arzt.

Hämorrhoiden stellen erweiterte venöse Gefäße dar. Das stark durchblutete Hämorrhoidalgewebe befindet sich im Enddarm / oberen Analkanal. Anfangs sind Hämorrhoiden kaum merkbar und bereiten keinerlei Probleme. Erst wenn sie groß genug werden, um nach außen herauszutreten oder wenn sich beim Stuhlgang zur tropfenden oder sogar fließenden Blutung kommt, ist der Gang zum Arzt unausweichlich. Je länger Sie diese Symptome verdrängen, desto schneller verstärken sich die Beschwerden.

Bei Hämorrhoiden den Arzt kontaktieren

Warten Sie aus Scham nicht bis es bei Ihren Hämorrhoiden zu einer starken Blutung kommt. Für Scham oder Angst besteht kein Anlass – für einen Facharzt, der auf Hämorrhoiden spezialisiert ist, ist das ein Leiden, welches er täglich sieht und behandelt. Haben Sie Beschwerden, die auf Hämorrhoiden hinweisen, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt – auch wenn die Hämorrhoiden sich noch nicht mit einer Blutung manifestieren. Eine Behandlung ist insbesondere ratsam, wenn die Hämorrhoiden bereits aus dem After heraustreten und das andauernde Druckgefühl erzeugen.

Unsere private fachärztliche Praxis in Berlin ist auf Hämorrhoiden und das komplette Beschwerdebild spezialisiert. Hämorrhoiden werden hier so behandelt, dass es nicht zu großen Schmerzen kommt – wir praktizieren das minimalinvasive chirurgische Verfahren Submuköse Ligatur. Hierbei werden Hämorrhoiden mittels eines Fadens unter der Schleimhaut abgebunden und verschlossen. So entfernen wir Hämorrhoiden auf eine besonders schonende Art und Weise – ohne Gefahr einer Blutung oder einer Schließmuskelverletzung.

Als auf Hämorrhoiden spezialisierter Facharzt stehe ich Ihnen gern in Berlin für die Hämorrhoiden-OP wie für ein ausführliches Beratungsgespräch zur Verfügung – auch telefonisch oder per E-Mail.

Hämorrhoiden vorbeugen

Die Ursachen für Hämorrhoiden sind ganz unterschiedlich. Sie reichen von der Ernährung, über Verstopfungen mit dem erforderlichen starken Pressen beim Toilettengang bis hin zu Bewegungsmangel und familiärer Veranlagung. Hämorrhoiden werden nicht entstehen bzw. nicht so schnell wachsen, falls einige vorbeugende Maßnahmen getroffen werden. Die Wirkung von ungünstigen Faktoren, die zur Bildung von Hämorrhoiden beitragen, lässt sich dadurch zumindest zu Teil ausgleichen, so dass Sie später oder gar nicht zum Arzt gehen müssen.

Einer dieser Faktoren ist ein erhöhter Druck im Bauchraum. Er begünstigt u. a, den Rückstau des Blutes in hämorrhoidalen Gefäßen. Ein erhöhter Druck entsteht beispielsweise durch starkes Pressen bei der Darmentleerung, beim Heben von schweren Gegenständen sowie durch Übergewicht oder auch bei einer Schwangerschaft. Überwiegend im Sitzen verbrachte Tätigkeiten und Bewegungsmangel zählen ebenfalls zu den Risikofaktoren.

Die erwähnten Faktoren lassen sich durch einen "richtigen" Lebensstil positiv beeinflussen – dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit für Hämorrhoiden. Die Nahrung sollte Pflanzenöl- und Ballaststoffreich sein – denn eine ballaststoffreiche Ernährung beugt einer Verstopfung (Obstipation) und damit auch der Erweiterung der Hämorrhoiden vor. Ballaststoffe sind in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommende Bestandteile. Besonders ballaststoffreich sind zum Beispiel Nahrungsmittel wie Vollkornbrote, Müsli, Haferflocken, Weizenkleie, Leinsamen, Linsen oder Bohnen, Nüsse und vor allem Gemüse und Obst. Auch regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus – und regt zudem die Verdauung an, was wiederum Stuhlunregelmäßigkeiten und Verstopfungen entgegenwirkt.

Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen und die Stühle unregelmäßig oder hart bleiben, ist die Einnahme von Abführmitteln zu empfehlen. Eine große Hilfe kann hier auch ein Dusch-WC mit Stuhlanregungsfunktion leisten. So ein Dusch-WC stellt ein Toilettensitz mit Wasseranschluss dar und kann auf nahezu jedem WC-Becken montiert werden. Wasser sorgt hier für optimale hygienische Ergebnisse, zudem kann ein weicher Wasserstrahl in den Enddarm geleitet werden und eine sofortige Darmentleerung bewirken. Wird die Prozedur z. B. zweimal pro Tag wiederholt, werden keine Abführmittel mehr notwendig sein.